Europäische Verteidigung in Zahlen
Europa gibt mehr für Verteidigung aus als früher. Die Staaten kaufen aber weiterhin meist allein ein.
Die EU-Staaten gaben 2025 418 Mrd. € für Verteidigung aus, davon 115 Mrd. € für Ausrüstung. Bei den gemeinsamen europäischen Beschaffungen meldet die EDA einen Anteil von 11 %.
EU-27 · 2025 · konstante Preise von 2025 · gerundet. Ein Teil der Daten ist geschätzt oder unvollständig.
Die Ausgaben sind um ein Fünftel gestiegen
+20 % in einem JahrNach dem Rückgang von 226 Mrd. € im Jahr 2005 auf 195 Mrd. € im Jahr 2014 stiegen die Ausgaben auf 418 Mrd. €. Allein von 2024 auf 2025 wuchsen sie von 349 Mrd. € um ein Fünftel.
Das Geld für die Modernisierung ist da
Von insgesamt 418 Mrd. € flossen 134 Mrd. € in Investitionen. Die Beschaffung von Ausrüstung allein erreichte 115 Mrd. €.
Die Beschaffung von Ausrüstung ist Teil der Investitionen.
Land für Land
Deutschland gab 2025 nach Schätzung der NATO 2,22 % seines BIP für Verteidigung aus. Die europäischen Verbündeten und Kanada kamen zusammen auf 2,31 %. Höchster Anteil: Polen mit 4,25 %.
Wie viel Ausrüstung kaufen die Staaten gemeinsam?
Die EDA erfasst, welchen Teil ihrer Ausrüstungskäufe die Staaten gemeinsam mit anderen europäischen Ländern tätigen. Für 2025 meldet sie 11 %. Den Wert lieferten 19 von 27 Mitgliedstaaten.
Das heißt nicht 11 % von 115 Milliarden Euro: Die EDA hat die passende Bezugsgröße für diese Rechnung nicht veröffentlicht. Wegen unvollständiger Meldungen kann der tatsächliche Anteil höher liegen.
Der Richtwert von 35 % gilt kollektiv und freiwillig; für einzelne Staaten ist er nicht bindend.
Die Budgets wachsen schneller als die Zusammenarbeit
Mehr Geld allein schafft keine gemeinsame europäische Verteidigung. Solange die Staaten überwiegend getrennt planen und einkaufen, bleibt ein großer Teil der europäischen Stärke nur die Summe nationaler Haushalte.